Modernes Büro mit guter Raumluftqualität – drexel und weiss Lüftungslösung

Raumluftqualität im Büro: Was sie leistet, was sie kostet und welche Lüftung passt

Am Vormittag läuft alles rund – und am Nachmittag kippt die Stimmung im Raum. Gespräche werden zäher, die Konzentration fällt ab, und in Besprechungsräumen wirkt die Luft plötzlich „schwer". Oft entsteht daraus ein Alltag aus Fenster auf, Fenster zu, Jacke an, Heizung hoch.

Gerade in solchen Momenten wird sichtbar: Raumluftqualität ist kein reines Wohlfühlthema. Sie beeinflusst Leistungsfähigkeit, Gesundheit, Energieverbrauch – und sie ist Teil der Verantwortung im laufenden Betrieb von Arbeitsräumen. Sinnvoll wird es dann, das Thema messbar zu machen und daraus eine praxistaugliche Strategie abzuleiten.

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Warum Raumluftqualität im Büro Leistung und Gesundheit beeinflusst

Raumluftprobleme sind selten „alles oder nichts". Typisch sind wiederkehrende Spitzen: in Meetings, am Nachmittag bei voller Belegung oder in Zonen mit viel IT-Abwärme. In der Praxis zeigt sich das schnell – etwa in einem Büro mit häufigen Besprechungen, in dem die Luftqualität besonders am Nachmittag deutlich abfiel: Müdigkeit, Konzentrationsabfall und „stickige" Meetingräume waren die Folge. Nach der Umstellung auf bedarfsgerechtes Lüften mit CO₂-Sensorik blieb die Luftqualität stabil, Meetings waren spürbar angenehmer – bei gleichzeitig reduzierten Wärmeverlusten dank Wärmerückgewinnung.

Technische Treiber sauber trennen

CO₂ ist vor allem ein Indikator dafür, ob genug Außenluft pro anwesender Person in den Raum gelangt – und ob Lüftung und Belegung zueinander passen. Aerosole und Partikel betreffen Hygiene- und Reizthemen (z. B. feinere Partikel, Tröpfchenkerne) und werden nicht automatisch „mit CO₂ gelöst"; entscheidend ist, ob Luft tatsächlich ausgetauscht und richtig geführt wird. Feuchte wirkt in beide Richtungen: zu trocken (typisch im Winter bei Heizung und viel Außenluft ohne Rückgewinnung) kann Schleimhäute belasten, zu feucht erhöht Schimmel- und Komfortprobleme.

Mini-ROI-Logik für Entscheidungen im Betrieb

Für Entscheidungen im Betrieb hilft eine nüchterne Mini-ROI-Logik – ohne große Versprechen, aber mit nachvollziehbaren Annahmen:

  • Krankenstand & Leistungsabfall verursacht Kosten schnell in einem spürbaren Bereich; Raumluft ist nicht der einzige Hebel, aber ein beeinflussbarer.
  • Meeting-Spitzen erzeugen kurze, starke CO₂-Peaks: Wenn Meetings regelmäßig „kippen", kostet das Zeit und Qualität.
  • Energie: Dauerhaft gekippte Fenster und häufiges Stoßlüften im Winter treiben Heizenergie; Systeme mit Wärmerückgewinnung (WRG) reduzieren Heiz-/Kühlverluste im Vergleich zu reiner Fensterlüftung deutlich. Der Strombedarf hängt aber stark von Volumenstrom, Druckverlusten und Betriebsprofil ab und sollte projektspezifisch ausgelegt werden.

Damit ist der Rahmen klar: Wenn Luftqualität Leistung, Gesundheit und Energie gleichermaßen berührt, führt der nächste Schritt über Messbarkeit – und damit vor allem über CO₂ als praktikable Steuergröße.

Messen statt schätzen: CO₂ richtig interpretieren und bedarfsgerecht regeln

Die häufigste Frage lautet: „Ab welchem CO₂-Wert im Büro wird es kritisch – und was kann ich konkret tun?" Spätestens wenn CO₂ regelmäßig deutlich ansteigt (typisch in Besprechungen oder bei dichter Belegung), sinken Konzentration und Leistungsfähigkeit spürbar. Praktisch hilft eine Kombination aus kontinuierlicher Grundlüftung und bedarfsgerechter Regelung – idealerweise CO₂-geführt, damit automatisch genau dann mehr Frischluft kommt, wenn die Belegung steigt.

Einordnung: CO₂ ist eine Steuergröße, keine „Giftgas-Grenze". Es zeigt zuverlässig, ob der Außenluftanteil zur aktuellen Nutzung passt. In Österreich wird in der Praxis oft der Bereich um 1.000 ppm als Ziel-/Orientierungswert herangezogen – nicht als Alarmwert, sondern als pragmatischer Leitwert für ausreichende Frischluft.

CO₂-Readiness: So wird aus einem Sensor ein Regelkonzept

Sensorplatzierung: Der CO₂-Sensor sollte repräsentativ im Aufenthaltsbereich sitzen – nicht direkt im Zuluftstrahl, nicht „im Zug" bei Türen und nicht in einer toten Ecke. In Open-Space-Flächen kann je nach Geometrie eine Zonen-/Mehrpunktstrategie sinnvoll sein.

Messdauer und Interpretation: Momentwerte sind selten entscheidend. Aussagekräftig werden Muster nach Nutzung: Anstiege in Meetings, Nachmittagsplateaus und Unterschiede zwischen Zonen.

Regelstrategie (typisches Schema)

  • Mindestlüftung (Grundlast) während Nutzungszeiten sorgt dafür, dass Luftqualität nicht „von Null" startet und Gerüche/Emissionen kontinuierlich abgeführt werden.
  • Setpoint + Hysterese verhindert ständiges Hoch-/Runterregeln (ruhiger Betrieb, bessere Akustik, stabiler Komfort).
  • In der Stufen-/Modulationslogik steigt die Luftmenge proportional oder stufig mit CO₂-Anstieg.
  • Meeting-Boost greift, wenn CO₂ schnell steigt oder ein oberer Schwellenwert erreicht wird: Dann schaltet das System zeitlich begrenzt auf Boost (z. B. 20–45 Minuten) und kehrt danach in den geregelten Betrieb zurück.
  • Zeitprogramme mit Nacht-/Wochenendabsenkung plus kurzer Vorlaufzeit vor Arbeitsbeginn („Pre-Ventilation").

Typische Stolpersteine – und Lösungen

Ein falsch platzierter CO₂-Sensor(bei Türen, im Zuluftstrahl, in einer „toten Ecke") führt zu falscher Regelung; die Lösung ist eine repräsentative Platzierung im Aufenthaltsbereich, bei Bedarf mit Zonierung. Läuft der Boost, aber die Luft verteilt sich schlecht(Kurzschluss Zu-/Abluft, fehlende Überströmung), bleibt CO₂ trotz hoher Luftmenge zu hoch; hier hilft es, Luftführung und Überströmwege zu prüfen und anzupassen. Und wenn die Regelung „pumpt"(keine Hysterese, zu aggressive Kennlinie), wird es akustisch störend und der Komfort schwankt; bewährt sind Hysterese, geglättete Regelkurve und Mindestlaufzeiten je Stufe.

Wichtige Abgrenzung: Luftreiniger können Partikel/Aerosole reduzieren, ersetzen aber keine Außenluft. CO₂, Gerüche und viele Emissionen (z. B. aus Materialien) werden damit nicht abgeführt.

Fensterlüftung stößt erfahrungsgemäß dort an Grenzen, wo Abläufe, Gebäudesituation oder Energiebedarf gegen „Lüften nach Gefühl" sprechen – besonders wenn Meetings regelmäßig „kippen", Räume ohne öffenbare Fenster genutzt werden, im Winter dauerhaftes Kippen zu Energieverlusten führt oder die Belegung stark schwankt.

CO₂-Sensor von drexel und weiss Automatische Luftqualitätserfassung und Volumenstrom-Anpassung – für bedarfsgerechte Regelung im Büro.

Recht und Praxis in Österreich: Pflichten in umsetzbare Maßnahmen übersetzen

In Österreich ist Raumklima kein freiwilliges Zusatzthema. Arbeitsräume sind so zu betreiben, dass Lüftung, Temperatur, Luftbewegung und Raumklima den Anforderungen entsprechen; außerdem gehören Prüfung, Dokumentation und Instandhaltung technischer Anlagen zur betrieblichen Verantwortung. Die Arbeitsinspektion liefert dazu praxisnahe Orientierung (inkl. CO₂-Zielwerten als Indikator für ausreichende Außenluft) – in der Praxis zählt aber vor allem, daraus ein umsetzbares Konzept zu machen.

Typische Situationen aus Projekten

  • 4–6-Personen-Büro mit wechselnder Belegung: Die Nachmittagslast wird oft unterschätzt.
  • Open Space / Großraumbüro: Zonen mit unterschiedlichen Belegungsdichten – „eine Zahl für alles" funktioniert selten.
  • Besprechungsraum 10–12 Personen: Kurze, starke CO₂-Peaks; ein sauberer „Meeting-Boost" entscheidet über die Nutzbarkeit.
  • Hohe interne Last (viel IT/Monitore): Wärme und im Winter oft trockene Luft kommen zusammen.
  • Räume ohne öffenbare Fenster / innenliegende Bereiche: Verlässliche Grundlüftung ist zwingend – wie sie etwa in Gewerbebauten zum Standard gehört.

Was in Planung und Abnahme konkret dokumentiert wird

  • Raumdaten & Nutzung: Fläche/Volumen, typische Belegung, Nutzungszeiten, Meeting-Frequenz.
  • Luftführung: Zu-/Abluftführung, kurze Wege, Vermeidung von Kurzschlussströmungen, Überströmwege.
  • Akustik & Komfort: Aufstell-/Einbauort, Schalldämpfung, Zugluftrisiken.
  • Sensorik & Regelung: CO₂-Sensor-Position, Sollwerte, Betriebsmodi.
  • Inbetriebnahme-Protokoll: Gemessene Luftmengen je Betriebsstufe (Mindest/Nenn/Boost), Funktionsprüfung CO₂-Trigger, Filterstatus.
  • Betriebs-Übergabe: Nutzerlogik (Meeting-Boost, Timer, Fensterkontakt), Wartungsplan inkl. Filterwechsel.

Welche Lüftungslösung passt wann? Auswahlkriterien und Vergleich

Bei der Auswahl lohnt es sich, weniger über „zentral vs. dezentral" zu diskutieren, sondern über Leistungsfähigkeit im Alltag: akustisch unauffällig, stabil geregelt, wartbar – und passend zu Einbauaufwand und Gebäudegegebenheiten.

Typische Bedarfsbereiche

Im Zellenbüro (1–6 Personen) liegt der Bedarf typischerweise im niedrigen zweistelligen bis niedrigen dreistelligen m³/h-Bereich. Besprechungsräume (10–12 Personen) brauchen häufig deutlich mehr, weil Lastspitzen kurz und stark sind – Boost-Fähigkeit ist entscheidend. Im Open Space ist ein Zonenansatz praxisnäher: je nach Dichte mehrere hundert m³/h pro Zone.

Kriterium Worauf es in der Praxis ankommt
Akustik Leiser Betrieb durch saubere Auslegung, Schalldämpfung, stabile Regelung (keine „nervöse" Kennlinie).
Zugluft / Komfort Luftmengen und Auslässe so planen, dass keine Strömungsbeschwerden entstehen.
Einbauaufwand Wegeführung, Platz, Brandschutz, Zugänglichkeit für Service/Filter.
Wartung Filterzugang, klare Intervalle, einfache Zuständigkeiten im Betrieb.
CO₂-Regelbarkeit Sensorik, Hysterese, Meeting-Boost, Zeitprogramme; bei Open Space ggf. Zonenlogik.
WRG / Komfort WRG reduziert Heiz-/Kühlverluste deutlich; Feuchte-/Komforteffekte hängen vom System ab.
Betrieb / Skalierung Definierte Luftmengen (Mindest/Nenn/Boost) statt „Lüften nach Gefühl", plus Monitoring je nach Bedarf.

Was in der Praxis den Unterschied macht

  • Bedarfsgerechte Luftqualität (CO₂-geführt) liefert automatisch passende Luftmengen zur Belegung – besonders stark in Meetingräumen.
  • Wärmerückgewinnung (WRG) reduziert Wärmeverluste gegenüber Fensterlüftung und stabilisiert den Komfort.
  • Leiser Betrieb & Komfort sind kaufentscheidend, weil akustisch störende Systeme im Alltag oft deaktiviert werden.
  • Planbare Performance bedeutet definierte Luftmengen statt Zufall.
  • Systemfähigkeit & Zubehör(Sensorik, Regellogik, Integration via psiioSYSTEM ) muss je nach Projekt sauber passen.

Grenzen und Abhängigkeiten

Gebäudedichtheit & Überströmung beeinflussen die Wirksamkeit, weil Luft „durch" den Raum können muss. Kanalführung und Druckverluste bestimmen erreichbare Luftmengen und Strombedarf. Monitoring/Fernzugriff ist modell-/systemabhängig; sinnvoll ist, früh zu klären, was im Projekt wirklich benötigt wird.

Neubau vs. Sanierung

Im Neubau zählt die frühe Integration in die Haustechnikplanung: saubere Kanalführung, definierte Zu-/Abluftpositionen und Schallschutz werden von Beginn an mitgeplant. In der Sanierung/im Bestand geht es meist um pragmatische Wegeführung, minimierte Eingriffe und die Nutzung vorhandener Schächte/Deckenbereiche. Wie das in der Praxis aussieht, zeigen unsere Gewerbe-Referenzen.

Für Büro & Kleingewerbe kann der aerosilent business 600 eine passende Option sein: bedarfsgerechte Luftmengen, leiser Betrieb, geringe Heiz-/Kühlverluste durch WRG und automatische Steuerung via CO₂-Sensor. Die konkrete Auslegung bleibt aber immer abhängig von Raumtypen, Belegung und Einbausituation.

aerosilent business 600 – im Detail Technische Daten, Funktionen und Vorteile des Komfortlüftungsgeräts für Büro und Kleingewerbe.

Umsetzung im Alltag: Von der Auslegung bis zum stabilen Betrieb

Entscheidend ist nicht nur die Gerätewahl, sondern der Weg zu einem Betrieb, der langfristig funktioniert – inklusive Nutzerlogik, Akustik und Wartung. In der Praxis bewährt sich ein klarer Ablauf:

1 Erstkontakt / Zielklärung: Raumtypen, Probleme (z. B. stickige Meetings, Müdigkeit, keine Fenster), Zielbild (Komfort, Gesundheit, Energie).
2 Kundendaten-Input: Grundriss/Skizze, Raumgrößen, Nutzung/Belegung, ggf. Fotos der Situation.
3 Technisches Center – Vorprüfung: Plausibilisierung Luftführung, mögliche Aufstellorte, grobe Systemidee.
4 Auslegungsvorschlag: Luftmengen-Logik (Mindest/Nenn/Boost), Sensorik (CO₂), Geräte-/Zubehörvorschlag, Hinweise zur Kanalführung/Akustik.
5 Abstimmung: Rückfragen klären (Betriebszeiten, Sonderzonen, Schnittstellen), Anpassung der Regelstrategie.
6 Finale Empfehlung & next steps: Technische Spezifikation für Umsetzung (Partner/Planer/Installateur), Hinweise zur Inbetriebnahme/Abnahme.
7 Optional: CO₂-Check & Optimierung: Nach Inbetriebnahme Feinjustierung (Hysterese/Boost-Dauer) basierend auf Nutzung.

Je nach Datenlage entsteht ein erster Vorschlag oft innerhalb weniger Werktage; komplexere Bestandsprojekte brauchen länger, weil Kanalführung und Integration stärker prüfpflichtig sind.

Typische Fehler im Alltag – die später teuer werden

  • Lüften nach Gefühl (zu spät/zu wenig, v. a. in Meetings).
  • Stoßlüften als „System", das im Alltag nicht zuverlässig funktioniert.
  • Verwechslung: CO₂ mit „schlechter Luft" gleichsetzen und ausschließlich Luftreiniger einsetzen (Aerosole/Partikel ≠ CO₂).
  • Energieverluste durch Dauer-Fensterkippen im Winter.
  • Fehlende Sensorik/Regelung: stark schwankende Luftqualität je nach Belegung.
  • Lärm und Zugluft, die in der Planung nicht mitgedacht werden und später zum Abschalten führen.

Zur Praxisfrage „Wie laut darf es sein?" gilt: Die Anlage muss im Arbeitsmodus so unauffällig sein, dass sie nicht als Störquelle wahrgenommen wird; in ruhigen Büroräumen werden häufig niedrige Pegel im Bereich etwa 30–40 dB(A) angestrebt – erreichbar ist das aber nur mit passender Auslegung, Schalldämpfung und stabiler Regelung.

Service-Hinweis: Von der Inbetriebnahme bis zur Wartung: Der Kundenservice von drexel und weiss begleitet den gesamten Betrieb – mit flächendeckendem Kundendienst in Österreich, Deutschland und der Schweiz.

Nächster Schritt: Von Messwerten zur passenden Lösung

Wenn klar ist, wie CO₂, Aerosole/Partikel und Feuchte im konkreten Betrieb zusammenwirken, lässt sich der Weg sauber strukturieren: erst messen und interpretieren, dann Pflichten und Komfortanforderungen in Raumtypen übersetzen, anschließend eine passende Strategie (Grundlüftung, CO₂-Regelung, Meeting-Boost) festlegen und daraus die richtige Lösung auslegen.

Für den Start reichen meist Grundriss/Skizze, Raumgrößen sowie typische Belegung und Nutzungszeiten – alles Weitere ergibt sich aus der Auslegung und einem praxistauglichen Regelkonzept.

Beratung zur Büro- und Kleingewerbelüftung

Inkl. Auslegung, CO₂-gesteuerter Regelung und Wärmerückgewinnung. Grundriss, Raumgrößen und Nutzungszeiten genügen für einen ersten Vorschlag – wir melden uns innerhalb weniger Werktage.

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12. März 2026
Kontakte knüpfen und Kooperationen starten.
Klassenzimmer mit Schülern an ihren Tischen, einer Pinnwand und einem Luftqualitätsmonitor an der Wand.
24. Februar 2026
Schlechte Luft im Klassenzimmer? CO₂ messen, Richtwerte kennen und gezielt handeln.
13. Januar 2026
Schullüftungssysteme für Schulen: Nachhaltiger Schulbau mit Lüftung und Wärmerückgewinnung Lüftungslösungen für Schulen: Anforderungen an Raumklima, Energieeffizienz und Nachhaltigkeit Gebäude- und Energiekonzepte brauchen Deutschland braucht bessere Gebäude. Vor allem im Bereich Bildung – hinsichtlich Raum- und Lernklima, aber auch in Bezug auf Energieeffizienz, Resilienz sowie Nachhaltigkeit. Der Holzmodul-, Holzrahmen- und Holztafel-Fertigbau bietet die Lösung für viele drängende Probleme an - auch unter dem Aspekt der C02-Speicherung und -senke. Kernelement einer energieeffizienten Bauweise und des Gesundheitsschutzes in Bildungseinrichtungen müssen neben einer optimalen Gebäudedämmung dazu passende effiziente Fenster und Türen sowie eine Wärmeversorgung mittels Wärmepumpen und auch Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung sein. Im Fertigbau sind gerade Letztgenannte technisch und räumlich optimal integrierbar. Sanierungsstau bei Schulen: Herausforderungen für moderne Schullüftungssysteme Deutschland hat ein Problem: Der Bestand an Bildungsbauten, mehrheitlich in den 1960er- bis l980er-Jahren errichtet, ist in die Jahre gekommen und in vielen Fällen sanierungs- oder gar abrissbedürftig. Hier finden sich bildlich übertragen die „Autobahnbrücken der deutschen Bildungslandschaft". Dem prekären baulichen Zustand steht die Verpflichtung entgegen, nach der die Schulträger ganztägige Förderung und Betreuung bieten müssen. Dafür bedarf es kurzfristig Tausender neuer Räume. Zugleich steigen die Schülerzahlen: Im Schuljahr 2022/23 wurden ca. 11,1 Mio. Schüler:innen unterrichtet. Das entspricht 1,9 % mehr als im Vorjahr. Davon waren allein durch stärkere Geburtsjahrgänge + 0,8 % begründet. Ein Anstieg von ca. 18 % wurde bei ausländischen Schüler:innen, insbesondere durch Flüchtlinge aus der Ukraine und anderen Krisengebieten, verzeichnet. In den allgemeinbildenden Schulen lag die Zunahme bei fast 22 %. Bis 2035 werden die Schülerzahlen laut Prognosen auf ca. 11,7 Mio.(+ 5,4 %) anwachsen. Hinzu kommen erhöhte Raumbedarfe für die gesetzlich verbindliche Inklusion von Schüler:innen mit Beeinträchtigungen. Weitere Kapazitäten werden für neue Unterrichts- und Lernkonzepte (Stichwort: mobile Lernlandschaften) erforderlich. Lange Planungs- und Bauzeiten für neue Bildungsbauten von bis zu zehn Jahren verschärfen die angespannte Situation im Bildungswesen zusätzlich und machen die ohnehin steigenden Bau- und Investitionskosten fast (un)kalkulierbar. Modulare Schulgebäude als Grundlage für moderne Schullüftungssysteme Bei Schulträgern und Planenden scheint sich die Erkenntnis durchzusetzen, dass das negative Image von Modulbauten auf undifferenzierten Vergleichen mit temporären Containeranlagen aus Stahlblech (Baucontainer) beruhen, die nicht mehr zeitgemäß sind. Klassische Container sind im Raster starre, unflexible Gebilde; für den temporären Einsatz konstruiert und ausgelegt. Modulare Gebäude hingegen werden auch für den Dauerbetrieb gebaut. Die im Produktionswerk unter laufender Qualitätskontrolle hergestellten Module sind konstruktiv und bauphysikalisch ausgereift und energietechnisch optimiert. Sie erfüllen alle bauordnungsrechtlichen Anforderungen sowie DIN-Vorgaben hinsichtlich Brandschutz, Schallschutz und Wärmeschutz. Das bedeutet: Modulare Gebäude sind mit konventionell errichteten Bauten „auf Augenhöhe" bezüglich Qualität, Werthaltigkeit und architektonischen Gestaltungsmöglichkeiten. Solide wie „Stein auf Stein", nur schneller und flexibler- so kann der Modulbau heute charakterisiert werden. Grundsätzlich können neue Gebäude aller Art in Modulbauweise errichtet werden. Für Fassaden ist alles realisierbar, was konventionelles Bauen bietet: großflächige Verglasungen, Putz auf Wärmedämmverbundsystemen oder vorgehängte, hinter-lüftete Fassadenelemente. Modulbau bedeutet daher weder ,,Neuer Plattenbau" noch das Aufeinanderstapeln von Containern. Modulbauten sind von konventionell errichteten Gebäuden nicht zu unterscheiden. Bei der Gestaltung der Innenräume räumt die Bauweise sogar die Freiheit ein, große Räume ohne störende Zwischenwände zu eröffnen. Eine baubegleitende Planung ist beim Modulbau allerdings nur begrenzt möglich. Damit werden jedoch auch Mehrkosten vermieden, die beim konventionellen Bauen inzwischen fast zwangsläufig durch ständige „Planänderungen" anfallen. Prozesse verlaufen parallel; das heißt, während z. B. Streifenfundamente konventionell vor Ort erstellt werden, produziert das beauftragte Modulbauunternehmen die Raummodule in seinen Werkhallen bereits vor. Damit kann die Produktion von Raummodulen in etwa mit der modernen Produktion in der Autoindustrie verglichen werden. In konditionierten Werkhallen werden die einzelnen Montageabschnitte komplett erstellt. Verzögerungen durch Schlechtwetter entfallen und die Arbeitsplatzqualität für die Mitarbeitenden ist sehr hoch. Vorteile modularer Schulgebäude für Schulträger und Kommunen Die reinen Investitionskosten der Erstellung eines Modulgebäudes sind mit denen eines konventionell errichteten Gebäudes vergleichbar. Aber es gibt eine Reihe von Vorteilen, mit denen sich die Modulbauweise bezahlt macht. So können Modulgebäude aufgrund der witterungsunabhängigen Produktion ganzjährig und zum Teil sogar im Schichtbelrieb produziert werden und sind somit bis zu 50 % schneller fertig. Die serielle Fertigung im wettergeschützten Werk ermöglicht eine hohe Präzision und sichert die konstant hohe Qualität. Die Module erhalten bereits ab Werk den definierten Ausbaustandard, in der Regel inklusive Heiz- und Sanitärleitungen, dezentraler Lüftungslösungen, Elektroinstallationen und fertiger Oberflächen. Alles anschlussfertig für die vorbereiteten Gebäudeanschlüsse. Auf der Baustelle werden die für den Transport witterungsgeschützt verpackten Module im Baukastensystem innerhalb weniger Tage montiert. Anschließende Ausbauarbeiten nehmen nur noch wenige Wochen in Anspruch. Für die Umgebung und den Schulbetrieb bedeutet das eine kurze und damit geringe Belastung durch Lkw-Transporte und Baustellenlärm. Mit Raummodulen entstehen hochwertige, dem jeweiligen Bedarf angepasste Gebäude. Lebenszykluskosten von Schulgebäuden mit integrierter Lüftungstechnik Ein Modulgebäude ist von der Lebensdauer her mit mindestens 50 Jahren mit einem Massivgebäude absolut vergleichbar, und bei den Lebenszykluskosten schneidet es erheblich günstiger ab als ein konventionell errichtetes Gebäude: flexible Anpassung der Planung und Gestaltung an die individuellen Anforderungen keine Störung des Schulbetriebs, Erweiterung und Umbau in den Sommerferien zuverlässige Terminplanung mit Fixterminen nachhaltige Bauweise mit mehrfach wiederverwendbaren Raummodulen niedrige Planungs- und Erstellungskosten Planungs- und Investitionssicherheit geringe Lebenszykluskosten Schullüftungssysteme im Modulbau: Dezentrale Lüftungslösungen für Schulen Die Modulbauweise bietet aufgrund ihrer hohen Flexibilität und der industriellen, teilweise seriellen Herstellungsverfahren beste Voraussetzungen für die Integration dezentraler Lüftungslösungen in Schulen und Kindertagesstätten. Gleichzeitig stellen dezentrale Lüftungslösungen die ideale Basis für neue Gebäude- und Unterrichtskonzepte mit flexiblen Lernlandschaften und diversen Begleiträumen dar. Lüftungssysteme können so in die Gebäude bzw. Möblierung integriert werden, dass sie de facto „unsichtbar" für die Lehrerschaft und Lernenden arbeiten und die Raumakustik nicht beeinträchtigen. Gemeinsam mit einer optimalen Strömungsverteilung werden physiologische Störmomente reduziert, die bereits durch die reine Sichtbarkeit hervorgerufen werden können. Zug- und/oder Kältegefühl werden vermieden. Das höchste Lob wird dann erteilt, wenn die Lehrerschaft, nach der Behag-lichkeit im Klassenraum mit der Lüftung gefragt, antwortet: ,,Lüftung? Haben wir keine in der Klasse! Aber immer gute Luft!" Lüftung mit Wärmerückgewinnung in Schulen: Energieeffizienz im Klassenraum Eine Lüftung mit Wärmerückgewinnung erzielt in einem Klassenraum pro Jahr eine Heizenergieeinsparung von bis zu 6450 kWh p. a. oder 39 % gegenüber Klassenräumen mit klassischer Fensterlüftung. Dies entspricht rund 650 l Heizöläquivalent pro Jahr und Klassenraum. Diese Einsparung mit einem monetären Wert von ca. 1000-1500 Euro p. a. würde also Energieeffizienzinvestitionen für einen Lebenszyklus von maximal 20 Jahren in der Höhe von 20 000 Euro rechtfertigen. Die Berechnung setzt voraus, dass die Energiepreise auf dem heutigen Preisniveau verbleiben. Eine Anlage amortisiert sich somit bereits nach 10 bis 14 Jahren, inklusive aller Wartungs- und Instandhaltungskosten sowie Ersatzfilter. Klimaschutz durch Schullüftung Immer mehr Städte und Regionen erklären für ihr Gebiet den "Klimanotstand". Wer aber so etwas sagt, muss auch bei Bildungseinrichtungen beginnen. Sollen diese saniert, modernisiert oder neu gebaut werden, so ist eine Planung mit dem Ziel höchster Energieeffizienz und Nachhaltigkeit der Gebäudetechnik unumgänglich. Ohne neue Ansätze und neues Denken werden Natur und Umwelt zum Verlierer und damit letztendlich der Mensch, da er somit seine Lebensgrundlagen selbst zerstört. Die Verwendung von Holz gegenüber Beton, Zement, Ziegel und anderen mineralischen Baustoffen stellt eine sofort wirksame C02-Senke dar. Die Studienlage hierzu ist eindeutig und wird selbst von Verbänden wie dem Verein Deutscher Zementwerke e. V. mit Zahlen bestätigt. Gesundheitsschutz durch kontrollierte Schullüftung Klassenräume müssen energieeffizient beheizt werden, eine hohe Luftqualität wie auch gute visuelle und auditive Bedingungen bieten. Blendeffekte durch einfallendes Sonnenlicht und Lärmeinträge aus der Umwelt oder aus Nachbarklassen müssen vermieden werden. Kurze Nachhallzeiten sorgen für gute SprachverständIichkeit. Darüber hinaus sind innere Lasten störungsfrei abzuführen. Eine Klasse mit 30 Schüler:innen produziert pro Stunde 2,3-2,7 kWh Wärme und ca. 500 l C02. Liegen die Werte beim lufthygienischen Leitparameter C02 hoch, zeigt dies meist auch eine hohe Schadstoffbelastung an. Deshalb benötigt eine Klasse pro Stunde zwischen 500 und 900 m 3 Frischluft. Alle Lüftungskonzepte müssen sich in diesen Kontext einpassen. ln einen Klassenraum werden Luftschadstoffe aus vielen Quellen eingetragen, darunter flüchtige organische Verbindungen (VOC) aus Baumaterialien, Möblierung, Raumausstattung, technischer Ausstattung, Bekleidung und Kosmetik, aus Mikroorganismen oder auch menschlichen Aktivitäten. Ihr Abtransport schützt die Gesundheit von Lernenden und Lehrkräften nachhaltig. Zudem führen bessere Lernbedingungen nachweislich zu Verbesserungen der Lernleistungen von bis zu 8 % (Durchschnitt Zensuren). Dazu tragen auch relative Raumluftfeuchten im Zielbereich von 40 bis 60 % (ASR-Arbeitsstättenrichtlinien), moderate durchschnittliche Raumtemperaturen und der Abtransport überschüssiger Wärme im Sommer bei. Eine effektive Nachtauskühlung etwa kann selbst bei hochsommerlichen Nachttemperaturen von mindestens 21 °C die Temperatur im Klassenraum bis 8:00 Uhr morgens auf bis zu 24 °C absenken, ohne den Einsatz von Klimageräten und somit mit minimalem Energieverbrauch (ca. 360 W/h). Um die Mittagszeit wurde z. B. in einer Schule in Deggendorf in den gemessenen Räumen bei einer Außentemperatur von 36 °C eine Höchsttemperatur von ca. 28 °C ermittelt. Resultat ist eine Verringerung von Krankheits- und Ausfallzeiten von Schüler:innen und Lehrpersonal.
17. 11. 1952 – 09. 10. 2025
14. Oktober 2025
Er hat mit seiner Menschlichkeit, Leidenschaft und Tatkraft unser Unternehmen geprägt. Das, was er hinterlassen hat, bleibt unvergessen.
Bevorstehende Preisanpassung zum 01.03.2025
11. Februar 2025
Sehr geehrte Kundinnen und Kunden, wir danken Ihnen für Ihr Vertrauen in unsere innovativen, professionellen und energieeffizienten Haustechniklösungen. Ihre Zufriedenheit und eine langfristige, erfolgreiche Partnerschaft stehen für uns an erster Stelle. Um Ihnen weiterhin höchste Qualität, nachhaltige Produkte und erstklassigen Service bieten zu können, passen wir unsere Preise zum 01. März 2025 an. Dieser Schritt ist aufgrund der anhaltenden Kostensteigerungen in den Bereichen Rohstoffe, Energie, Transport und Logistik erforderlich. Wir haben diese Entscheidung sorgfältig abgewogen, um die gewohnt hohe Leistungsfähigkeit unserer Produkte und Dienstleistungen zu gewährleisten.
8. Oktober 2024
Von 25. bis 26. September fand die SCHULBAU Salon & Messe im Palladium Köln statt. drexel und weiss war als Aussteller mit den Vertriebsmitarbeitern Ralph Langholz und Philipp Weithmann auf der Messe vertreten.
Lüftungssysteme für Schulklassen und Kitas.
Eine Bilanz, die sich sehen lassen kann
25. Juni 2024
In Zeiten, in denen das Wohl der nachfolgenden Generationen und die Schaffung einer optimalen Lern- und Spielumgebung immer mehr in den Fokus rücken, ist es erfreulich zu sehen, dass sich Hartnäckigkeit und Durchhaltevermögen auszeichnen. Das Unternehmen drexel und weiss hat mit diesem Ansatz mehr als 18 Jahre lang kontinuierlich technische Lösungen und Projekte im Bereich Schullüftungssysteme von Schulen, Kindertagesstätten und Bildungsgebäuden entwickelt – und nun zeigen sich die Früchte dieser unermüdlichen Arbeit.
Geritt Boyer Geschäftsführer drexel & weiss
20. Juni 2024
Nach mehreren erfolgreichen Jahren an der Spitze des Unternehmens drexel und weiss, hat Jürgen Fink seine Agenden als Geschäftsführer an Gerrit Boyer übergeben.
Familienfreundliches Betrieb drexel und weiss
6. Februar 2024
drexel und weiss wurde vom Amt der Vorarlberger Landesregierung als "Familienfreundlicher Betrieb" ausgezeichnet. Diese Anerkennung wird an Unternehmen verliehen, die sich besonders für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf einsetzen.
Neue Förderungsmöglichkeiten für Wärmepumpen
24. Januar 2024
Wir informieren Sie über die aktuellen Förderungsoptionen in Österreich für Wärmepumpen, die vom Klimaschutzministerium beschlossen wurden.